dabei gehen einem die Nackenhaare hoch
Archivalia: Vom Aufbrechen einer Inkunabel zum Zwecke des Profits
dabei gehen einem die Nackenhaare hoch
Archivalia: Vom Aufbrechen einer Inkunabel zum Zwecke des Profits
… als erstes Beispiel in den Kommentaren zu our rock stars are not your rock stars! Wer sind Deine Rock Stars? genannt zu werden …
Oft gehen Buchbesprechungen kaum über eine Inhaltsbeschreibung hinaus. Eine konstruktive kritische Bewertung sachlich aber auch höflich zu formulieren ist gar nicht so einfach. Es soll ja inhaltlich das Werk und nicht die Person des Autors kritisiert werden.
Hier habe ich aber sogar eine Buchbesprechung gefunden, die gleich eine ganze Palette grundsätzlicher Fragen aufwirft, und zwar im Kontext heutigen Verständnisses und Selbstverständnisses von Bibliothek.
Inka Tappenbeck schreibt unter anderem
Im Hinblick auf die in den letzten Jahren entstandenen, zumeist von Bibliotheken betriebenen Hochschulverlage wäre ja durchaus zu begründen, warum ausgerechnet wissenschaftliche Bibliotheken … sich plötzlich zu verlegerischer Aktivität berufen und legitimiert fühlen.
Auf der offiziellen Homepage (www.imo2009.de) der 50. Internationalen Mathematik Olympiade, die vom 10. bis zum 22. Juli 2009 in Bremen stattfindet, habe ich noch nichts dazu gefunden, dass Terence Tao als Gast erwartet wird.
Aber auf seiner eigenen Seite Contact information findet man unter „Future travel and speaking plans“ den Punkt
2009 July 17-20 (Bremen – IMO).
aus dem Jahrbuch-Referat über die Rektoratsrede von Walter Saxer vom 16. November 1940 an der ETH Zürich:
„Die unendliche Freiheit der Mathematik infolge ihrer Unabhängigkeit von der Wirklichkeit ist ihre Stärke und zugleich ihre Gefahr. Zusammen mit der Publikationssucht der modernen Zeit fördert sie gelegentlich auch recht wässerige Theorien zutage.“
Auf der Rückseite eines aktuellen Flyers „Informationen zur Anmeldung und Ausleihe“ der Nds. Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen wirbt eine ortsansässige Buchhandlung mit dem Nietzsche-Zitat „Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muß es besitzen.“
Ich komme selten genug überhaupt dazu, abends in die TV-Röhre zu schauen. Aber gestern abend – während ich an einem Möbiusband gequiltet habe – habe ich wieder einen Volltreffer gelandet.
Die 16.000-Euro-Frage bei „Wer wird Millionär?“ an eine Studentin der „sozialen Arbeit“ lautete „Was ist das arithmetische Mittel der Zahlen 2, 12 und 16?“ Als Antwortmöglichkeiten waren 10, 20, 30 und 40 angegeben.
Hier ihre Antwort: Das Ende der Bildung.
Sogar in Prüfungsordnungen zum Studiengang „Soziale Arbeit“ findet man den Begriff „arithmetisches Mittel“, wenn es um die Berechnung von Prüfungsgesamtnoten geht.
Da halte ich doch viel mehr von einem Bekannten, der als Sozialpädagoge bei seinen Kids Eindruck schinden kann, indem er ihnen bei den Mathehausaufgaben über die Schultern schaut und beiläufig einwirft, sie sollen sich doch für die Aufgabe mal die dritte binomische Formel hernehmen.
Und schließlich braucht man zur richtigen Beantwortung der zitierten Frage nicht einmal wissen, wie das arithmetische Mittel genau ausgerechnet wird. Wenn man weiß, dass jedes Mittel verschiedener Zahlen kleiner ist als ihr Maximum, dann kann man die drei falschen Antwortmöglichkeiten schon locker ausschließen.
der Bundestrainer Joachim Löw vor dem Fußball-EM-Halbfinale: „Die Türken haben im bisherigen Turnierverlauf gezeigt, dass mit ihnen immer zu rechnen ist, egal wie der Spielstand ist“ und „Sie sind unberechenbar …“
… hat es bei „Wer wird Millionär?“ offenbar wieder eine mathematische Frage gegeben, über die man diskutieren kann.
Diskussion bei Matroids Matheplanet