Aktuelles zum Thema Fachinformationsdienste

Mai 5, 2014

Ich hatte bereits im August 2013 an dieser Stelle auf die tiefgreifende Umgestaltung des DFG-Systems zur überregionalen Literaturversorgung (System der Sondersammelgebiete) hin zu Fachinformationsdiensten für die Wissenschaft hingewiesen.

Hier gibt es bei der DFG sämtliche Informationen zu dem neuen Förderprogramm:
Informationen zum Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“

Ich möchte an dieser Stelle auf drei aktuelle Wortmeldungen zu dem Thema hinweisen.

1. Im jüngsten DFG-Magazin gibt es eine Stellungnahme des DFG-Vizepräsidenten Professor Dr. Peter Funke: Transformation im Zeichen des Digitalen

2. Der DFG-Programmdirektor in der Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme, Dr. Christoph Kümmel erläuterte das neue Förderprogramm jüngst noch einmal in einem Interview.

3. Der Direktor der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek, Professor Dr. Bernd Hagenau erklärt Warum sich die SULB Saarbrücken nicht als FID bewirbt.


Evaluation des DFG-geförderten Literaturversorgungssystems

November 2, 2011

Das von der DFG geförderte System der überregionalen Literaturversorgung wurde jüngst evaluiert. Als Fachreferentin, die im Rahmen dieses Systems ein Sondersammelgebiet (SSG Reine Mathematik) betreut, sehe ich mich von dieser Evaluation, den abgeleiteten Empfehlungen und nachfolgend anstehenden Maßnahmen in meiner konkreten Arbeit besonders betroffen.

Die Ergebnisse dieser Evaluation, insbesondere die erstellte Studie und die von einer Expertenkommission erarbeiteten Empfehlungen, stehen jetzt auf den Seiten der DFG zur Verfügung.

Bericht zur Evaluation des Sondersammelgebiets-Systems

Stärker als betreuende Fachreferenten und Fachreferentinnen an den Bibliotheken aber werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die dieses System nutzen, von möglichen Veränderungen betroffen sein werden. Während das System bisher genutzt wurde und genutzt werden konnte, ohne es überhaupt in seiner Existenz wahrzunehmen oder gar bzgl. seiner Struktur und Funktionsweise zu kennen, werden sie zukünftig wesentlich stärker in das System involviert sein werden und sich entsprechend engagieren müssen.


ein paar Links zum Thema „The future of the MATHEMATICAL SCIENCES in the UK“

Oktober 5, 2011

ESI in Wien ernsthaft gefährdet

November 13, 2010

Es ist unglaublich. Das Erwin-Schrödinger-Institut für Mathematische Physik (ESI) in Wien steht offenbar vor der Schließung.

Vielleicht sind daran auch begeisterte Anhänger der Kommunikation per Internet nicht ganz unschuldig? Könnte man doch den direkten wissenschaftlichen Austausch von Angesicht zu Angesicht für überflüssig halten, wenn man die Erfolge wissenschaftlicher Kommunikation über Weblogs & Co. zu hoch bewertet.

Ich selbst habe das ESI anlässlich zweier Aufenthalte kennenlernen dürfen und schätzen gelernt. Hoffentlich gibt es hier angesichts des großen internationalen Widerspruchs doch noch ein Einlenken!


Oberwolfach in sciencegarden

August 2, 2010

… über das MFO

Aber auch Paradiese kann man noch verbessern. Universitätsplaner würden vielleicht auf die Idee kommen, endlich die zahlreichen Wandtafeln – ja, genau diese hoffnungslos antiquierten Bretter, auf die man immer noch mit Kreide schreibt – durch moderne Whiteboards, Beamerprojektionsflächen oder Flipcharts zu ersetzen: Je globalesischer, desto innovativer. Mögen wir davor bewahrt bleiben! Es gibt einfach nichts Besseres zum Diskutieren als Tafeln. Je mehr, desto besser. Je größer, desto besser.

in einem lesenswerten Beitrag von Christian Fleischhack

im Online-Wissenschaftsmagazin sciencegarden


Science-Express in Göttingen

Juni 11, 2009

Von heute (11.6.2009) bis Samstag (13.6.2009) macht der Science-Express Station in Göttingen.

Und als Gegenprogramm findet am Samstag in Göttingen das Stadtsport-Festival zu Mission Olympic statt.


Open Access als Spiel

März 27, 2009

seit heute im ArXiv: eine gemeinsame Arbeit mit Lutz
An Evolutionary Game-Theoretic Approach to Open Access

In der Arbeit Quantum Game Theory and Open Access Publishing wird Open Access mit Mitteln der Spieltheorie mathematisch als Spiel zwischen zwei Wissenschaftlern beschrieben.
Hintergrund dafür war die Beobachtung, dass es wissenschaftliche Communities gibt, in denen Open-Access-Publizieren stärker verbreitet und akzeptiert ist als in anderen Fachgemeinschaften. Ziel der Arbeit war es, eine mathematische Beschreibung dieses Phänomens zu finden. Jeder der beiden Spieler hat dabei die selben zwei Spielstrategien zur Auswahl: Publikation der eigenen wissenschaftlichen Resultate im Sinne von Open Access oder konventionelles Publizieren (Zeitschriftenkrise).
Das Spiel ist ein Spiel, welches für beide Spieler „gleich aussieht“. Und insbesondere stellt sich heraus, dass sich die nicht-Open-Access-publizierenden Communities in einem „Nash-Dilemma“ befinden: ein spieltheoretischer Gleichgewichtszustand, der sie nicht gerade dazu ermuntert, ihre Spielstrategie in Richtung Open Access zu ändern.

Beim Lesen der Arbeit drängt sich der Gedanke auf, Open Access spieltheoretisch als Spiel zwischen Wissenschaftlern und Verlagen zu modellieren. Dafür gibt es das spieltheoretische Rüstzeug der Bimatrix-Spiele. Jeder der Spieler (Wissenschaftler und Verlag) hat jeweils für sich zwei Spielstrategien zur Auswahl und in Abhängigkeit der gewählten Spielstrategie des Gegenspielers eine eigene Gewinnausschüttung (Gewinnmatrix).

Diese Herangehensweise erlaubt es auch, auf beiden Seiten ganze Populationen von Spielern zu betrachten und schließlich erhält man nicht nur eine mathematische Beschreibung der Verteilung beider Publikationsstrategien bei den Wissenschaftlern sondern auch eine Darstellung des unterschiedlichen Verhaltens seitens der Verleger in Bezug auf Open Access. Die mathematischen Einzelheiten dieses Gedankens habe ich mit Lutz in oben genannter Notiz ausgearbeitet. Das Ganze erweist sich – in dieser einfachen Formulierung – auch noch als System mit regelmäßig wiederkehrendem (zyklischem) Verhalten.