noch einmal zum „Autor zahlt“-Modell

Oktober 18, 2011

Ergänzend zu meiner Notiz vom 4. Oktober 2011 möchte ich an dieser Stelle auf den Blogbeitrag „Autor zahlt“ von Thilo Kuessner zu dem genannten Artikel in den AMS-Notices hinweisen.


Wer schreibt, der bleibt … im Oktober 2011

Oktober 4, 2011

In der Oktober-Ausgabe der AMS-Notices wird in der neuen Kolumne unter dem Motto „Scripta manent“ das für Open-Access-Publikationen verbreitete Geschäftsmodell der Autorenfinanzierung (vgl. Geschäftsmodelle auf der OA-Informationsplattform) hinterfragt.

Ilya Kapovich: Dangers of the „Author Pays“ Model.


ein paar Links zur Zeitschriftendiskussion …

Mai 28, 2009

Weblog Mathematics Journals von John Ewing (Providence, RI, United States / Executive Director American Mathematical Society)

Weblogeintrag Elsevier Journal Prices im n-Category Café

die Wikiseite Journal information

die Liste Math Journal Price Survey, based on AMS 2008 data von Ulf Rehmann


Fundstück

Mai 28, 2009

Oft gehen Buchbesprechungen kaum über eine Inhaltsbeschreibung hinaus. Eine konstruktive kritische Bewertung sachlich aber auch höflich zu formulieren ist gar nicht so einfach. Es soll ja inhaltlich das Werk und nicht die Person des Autors kritisiert werden.

Hier habe ich aber sogar eine Buchbesprechung gefunden, die gleich eine ganze Palette grundsätzlicher Fragen aufwirft, und zwar im Kontext heutigen Verständnisses und Selbstverständnisses von Bibliothek.

Inka Tappenbeck schreibt unter anderem

Im Hinblick auf die in den letzten Jahren entstandenen, zumeist von Bibliotheken betriebenen Hochschulverlage wäre ja durchaus zu begründen, warum ausgerechnet wissenschaftliche Bibliotheken … sich plötzlich zu verlegerischer Aktivität berufen und legitimiert fühlen.


Open Access als Spiel

März 27, 2009

seit heute im ArXiv: eine gemeinsame Arbeit mit Lutz
An Evolutionary Game-Theoretic Approach to Open Access

In der Arbeit Quantum Game Theory and Open Access Publishing wird Open Access mit Mitteln der Spieltheorie mathematisch als Spiel zwischen zwei Wissenschaftlern beschrieben.
Hintergrund dafür war die Beobachtung, dass es wissenschaftliche Communities gibt, in denen Open-Access-Publizieren stärker verbreitet und akzeptiert ist als in anderen Fachgemeinschaften. Ziel der Arbeit war es, eine mathematische Beschreibung dieses Phänomens zu finden. Jeder der beiden Spieler hat dabei die selben zwei Spielstrategien zur Auswahl: Publikation der eigenen wissenschaftlichen Resultate im Sinne von Open Access oder konventionelles Publizieren (Zeitschriftenkrise).
Das Spiel ist ein Spiel, welches für beide Spieler „gleich aussieht“. Und insbesondere stellt sich heraus, dass sich die nicht-Open-Access-publizierenden Communities in einem „Nash-Dilemma“ befinden: ein spieltheoretischer Gleichgewichtszustand, der sie nicht gerade dazu ermuntert, ihre Spielstrategie in Richtung Open Access zu ändern.

Beim Lesen der Arbeit drängt sich der Gedanke auf, Open Access spieltheoretisch als Spiel zwischen Wissenschaftlern und Verlagen zu modellieren. Dafür gibt es das spieltheoretische Rüstzeug der Bimatrix-Spiele. Jeder der Spieler (Wissenschaftler und Verlag) hat jeweils für sich zwei Spielstrategien zur Auswahl und in Abhängigkeit der gewählten Spielstrategie des Gegenspielers eine eigene Gewinnausschüttung (Gewinnmatrix).

Diese Herangehensweise erlaubt es auch, auf beiden Seiten ganze Populationen von Spielern zu betrachten und schließlich erhält man nicht nur eine mathematische Beschreibung der Verteilung beider Publikationsstrategien bei den Wissenschaftlern sondern auch eine Darstellung des unterschiedlichen Verhaltens seitens der Verleger in Bezug auf Open Access. Die mathematischen Einzelheiten dieses Gedankens habe ich mit Lutz in oben genannter Notiz ausgearbeitet. Das Ganze erweist sich – in dieser einfachen Formulierung – auch noch als System mit regelmäßig wiederkehrendem (zyklischem) Verhalten.


Physiker vor „friedlicher Revolution“ im Publikationswesen?

Februar 4, 2009

Nach dem ArXiv sind es wieder Physiker, die mit einem Vorschlag für eine „friedliche Revolution“ das Publikationswesen beleben wollen:

Physicists Set Plan in Motion to Change Publishing System
von Jeffrey R. Young

Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics


Noch bevor das Prinzip „Open Access“ Einzug in das wissenschaftliche Publikationswesen hielt, hat Anfang der 1990er Jahre der Physiker Paul Ginsparg am Los Alamos National Laboratory den E-Print-Server ArXiv als elektronische Version eines Preprint-Systems geschaffen.

War es zuvor unter Physikern und Mathematikern üblich, einander Vorabdrucke ihrer für die Veröffentlichung vorgesehenen Forschungsergebnisse per Brief zuzusenden, so ermöglichte es dieser Service Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit, diese Preprints wesentlich einfacher und schneller auf elektronischem Wege zu verbreiten. Die Bereitstellung im ArXiv wird üblicherweise durch die anschließende Publikation in einer konventionellen wissenschaftlichen Fachzeitschrift ergänzt.

Bis heute hat sich das ArXiv zu einer unverzichtbaren Plattform entwickelt. Es bietet die Sammlungen „Physics“, „Mathematics“, „Nonlinear Sciences“, „Computer Science“, „Quantitative Biology“ und „Statistics“ an.
Seit 2001 wird das ArXiv an einer Universitätsbibliothek, der Cornell University Library (USA) betrieben.


Springer und Open Access

Oktober 8, 2008

aktuelle Pressemitteilung:
Springer kauft den Open-Access-Verlag BioMed Central

auch dazu: